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Fingerabdrücke der Hornhaut – und wie Laserlicht sie löscht

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Pathophysiologie und klinische Merkmale

Duplizierte Basalmembran verursacht Epithelinstabilität; MMPs degradieren Ankerproteine; klinisch «maps», «dots», «fingerprints», Erosionen, Visusschwankungen.

Diagnostik und Differenzialdiagnosen

Diagnose basiert auf Anamnese und Spaltlampe; Fluoreszein verstärkt Befunde; differenziell trockenes Auge, Salzmann-Knoten, posttraumatische Erosionen, Meesmann-Dystrophie.

Stufentherapie, PTK und Katarakt

Stufentherapie: Befeuchtung, nächtliche Salbe, Verbandslinse, Debridement; PTK glättet, senkt Rezidive; Kataraktplanung anpassen.

Die Ausgabe «Augenupdate» der Augenklinik am Kantonsspital Winterthur thematisiert die Map‑Dot‑Fingerprint‑Dystrophie (Epithelial Basement Membrane Dystrophy) und wird nach kurzfristiger Programmänderung von Philipp aus der Augenklinik präsentiert. Pathophysiologisch entstehen verdickte, duplizierte und unregelmäßige Basalmembranstrukturen mit gestörter Hemidesmosomenverankerung; zusätzlich fördern vermehrte Metalloproteinasen den proteolytischen Abbau von Ankerproteinen, was die epitheliale Instabilität verstärkt. Klinisch zeigen sich «Maps», «Dots» und «Fingerprints» mit rezidivierenden morgendlichen Hornhauterosionen, Visusschwankungen und Kontaktlinsenintoleranz; etwa 50 % entwickeln RCE, ein Drittel ist optisch relevant, rund 15 % bleiben asymptomatisch. Differenzialdiagnostisch werden insbesondere Trockenes Auge, Salzmann‑Knoten, posttraumatische RCE und Meesmann‑Dystrophie abgegrenzt; die Diagnose stützt sich auf Anamnese, Spaltlampenbefund und Fluoreszeinfärbung, optional ergänzt durch Topografie/Aberrometrie. Therapeutisch erfolgt ein stufenweises Vorgehen mit Optimierung der Oberfläche (Lid-/MGD‑Management), Tränenersatz, nächtlicher fetthaltiger Salbe und Augenbewegungen vor dem Öffnen, gefolgt von Verbandskontaktlinsen über etwa drei Monate (mit situationsabhängigem Antibiotikaschutz) und ggf. mechanischer Glättung. Bei persistierender Symptomatik kommt die phototherapeutische Keratektomie mit manueller Epithelabtragung und etwa 11 µm stromaler Ablation über ca. 8 mm Zone zum Einsatz, anschließend Verbandslinse, Steroid‑Taper, Ofloxacin‑Schutz, intensive Befeuchtung und engmaschige Nachsorge. Die PTK senkt die Rezidivrate deutlich, eliminiert sie jedoch nicht; Rezidive sind oft milder und können erst nach Jahren auftreten, bei wiederholten Rezidiven werden autologes Serum oder Albumin‑Augentropfen erwogen, während Tetrazykline eher eminence‑basiert bleiben. Für die Kataraktchirurgie ist die präoperative Detektion zentral; Premiumlinsen sind zurückhaltend zu indizieren oder erst nach vorgängiger PTK und 3–12‑monatiger Stabilisierung zu planen, wobei realistisches Erwartungsmanagement und die langfristige Betreuung im Vordergrund stehen.

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