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Die Rolle der Netzhautchirurgie bei Trauma

Vor Ort

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Informationen

Veranstaltung

Datum

Freitag, 17. Oktober 2025

Uhrzeit

07:45 – 08:30 Uhr

Dauer

45 Min.

Credits

1 CME-Punkt

Zugang

Anbieter

Augenklinik Kantonsspital Winterthur

Vor Ort

Brauerstrasse 15

8401 Winterthur

Haus A, 4. Stock

Raum Bergbuck/Eichbüel

Online

Als Webinar auf augen-update.ch. Den Zugangslink erhalten Sie vorab per E-Mail oder direkt hier auf dieser Seite.

Referent:in

Dr. med. Scott Tschuppert

Dr. med. Scott Tschuppert,

Stv. Chefarzt, Augenklinik HOCH Health Ostschweiz, Kantonsspital St. Gallen

Die Fortbildung von Dr. med. Scott Tschuppert an der Augenklinik Kantonsspital Winterthur behandelt die Rolle der Netzhautchirurgie bei okulärem Trauma. Zunächst gibt Dr. Tschuppert einen Überblick zur Epidemiologie und Einteilung okulärer Traumata, mit Schwerpunkt auf die Birmingham Eye Trauma Terminology. Er betont die Wichtigkeit des schnellen Primärverschlusses offener Bulbusverletzungen, idealerweise innerhalb von 24 Stunden, zur Erhaltung der Bulbusintegrität und Infektprophylaxe. Die Indikationsstellung zur pars plana Vitrektomie (PPV) erfolgt differenziert: Bei Glaskörperblutung ohne Netzhautablösung soll zunächst abgewartet werden, bei persistierender Blutung oder nachgewiesener Amotio wird die PPV nach ein bis zwei Wochen empfohlen. Bei intraokulären Fremdkörpern empfiehlt die aktuelle Evidenz eine rasche Entfernung spätestens innerhalb von 24 Stunden. Anhand illustrativer Fallbeispiele zeigt Dr. Tschuppert die unterschiedlichen Herausforderungen, Komplikationen und Therapieentscheidungen bei Trauma, einschliesslich Management von Endophthalmitiden und sekundären Netzhautablösungen. Er betont die Bedeutung regelmässiger und engmaschiger Kontrollen, insbesondere in den ersten zwei Wochen zur Früherkennung von PVR. Die Take-Home-Message lautet: schnelle Versorgung, gezielte Indikationsstellung zur PPV, bei Zweifeln abwartend beobachten, aber bei klarer Indikation nicht zögern operativ zu intervenieren.

Primärverschluss und Infektprophylaxe haben oberste Priorität

Bei offenen Augentraumen sollte so rasch wie möglich (idealerweise innerhalb von 24 Stunden) ein Primärverschluss erfolgen, um die Bulbusintegrität zu erhalten und Infektionen zu verhindern.

Indikationen zur Netzhautchirurgie sind individuell und zeitabhängig

Eine Pars-plana-Vitrektomie ist keine Routine, sondern nur bei klarer Indikation (z.B. persistierende Glaskörperblutung, Amotio, intraokulärer Fremdkörper) und im richtigen Zeitfenster (meist nach 1–2 Wochen) durchzuführen; sonst sollte zunächst abgewartet und beobachtet werden.

Frühe Entfernung von intraokulären Fremdkörpern ist entscheidend

Intraokuläre Fremdkörper sollten bei allen Materialien möglichst rasch entfernt werden, idealerweise innerhalb von 24 Stunden, um das Risiko schwerwiegender Komplikationen wie Endophthalmitis oder PVR zu reduzieren.

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