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AMD im Fokus: Differenzierung der Subtypen für eine gezielte Therapie

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In der Fortbildung «AMD im Fokus: Differenzierung der Subtypen für eine gezielte Therapie», durchgeführt von Dr. med. Livia Faes an der Augenklinik Kantonsspital Winterthur, wird die Subtypisierung der neovaskulären AMD als zentrales Element für eine individualisierte Therapie vorgestellt. Die Referentin erläutert die verschiedenen Membransubtypen (Typ 1, Typ 2, gemischte Formen, Typ 3 und polypoidal choroidal vasculopathy) und deren jeweilige Lokalisation und Wachstumsmuster im retinalen Gewebe. Besonders wird auf das Risiko der subretinalen Fibrose und deren klinische Bedeutung als Hauptgrund für vermeidbare Sehverluste trotz antiangiogener Therapie eingegangen. Die Subtypen Typ 2, PCV und gemischte Membranen zeigen ein erhöhtes Risiko für subretinale Fibrose. Entscheidend sind frühe Diagnostik, idealerweise vor Beginn der Therapie mittels multimodaler Bildgebung, sowie eine strikte, langsam gestaffelte Intervallextension beim Therapieschema. Ein regulärer Therapieabbruch («Exit-Strategie») wird für Patienten mit hohem Fibroserisiko nicht empfohlen, da die Rezidiv- und Visusverlust-Rate hoch ist. Die Bedeutung von Biomarkern wie subretinalem hyperreflektivem Material (SHRM) wird betont, um Aktivität sicher zu erkennen und rechtzeitig zu reagieren. In der Diskussion werden zudem praktische Aspekte der Diagnostik (OCT, OCTA, ICG) und Empfehlungen zu Nahrungsergänzungsmitteln bei AMD-Patienten erläutert.

Subtypisierung der AMD ist entscheidend für die Prognose und Therapie

Die Subtypen der neovaskulären AMD (Typ 1, Typ 2, Typ 3, gemischte und PCV) beeinflussen das Risiko für subretinale Fibrose und sollten vor Therapiebeginn mittels multimodaler Bildgebung genau bestimmt werden.

Subretinale Fibrose als Hauptgrund für vermeidbaren Visusverlust

Subretinale Fibrose bleibt trotz antiangiogener Therapie ein häufiges Problem und führt zu massivem Visusverlust; sie sollte durch kontinuierliche, möglichst fluktuationsfreie Therapie und frühes, konsequentes Handeln verhindert werden.

Therapiemanagement: Langsame Intervallverlängerung und keine generellen Exit-Strategien

Bei Patienten mit hohem Risiko für subretinale Fibrose ist eine sehr vorsichtige, schrittweise Intervallexpansion erforderlich und reguläre Therapie-Stopps («Exit-Strategie») sollten bei AMD vermieden werden, um Rezidiv und weiteres Risiko zu verhindern.

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